Integrierte Leitstelle (ILS) Rosenheim
Vorbereitung – Inbetriebnahme - Einweihung
Die Stadt Rosenheim als Betreiber der Integrierten Leitstelle Rosenheim hat auf dem Gelände der Hauptfeuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Rosenheim ein Gebäude für die Unterbringung der Leitstelle inkl. der Verwaltung und einer Garage mit 4 Stellplätzen für die Abrollbehälter der Feuerwehr erbaut. Die offizielle Einweihung erfolgte am 21.05.2010 durch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. Die Gesamtkosten teilen sich auf in 1,826 Mio. Gebäudekosten und 2,774 Mio. Technikkosten für Hard- und Software, die gesamte Investition liegt somit bei 4,6 Mio. Euro.
Die Integrierte Leitstelle Rosenheim disponiert in dem neunen Gebäude den Rettungsdienst seit dem 26.01.2010, die Feuerwehr Landkreis Miesbach seit dem 23.03.2010 und die Feuerwehren in Stadt und Landkreis Rosenheim seit dem 30.03.2010. Seit der Übernahme der Feuerwehrdisponierung wird auch der Notruf 112 für die entsprechenden Gebiete in der ILS abgefragt. Durch diesen letzen Schritt hat die Integrierte Leitstelle somit den Vollbetrieb aufgenommen und „wo ILS draufsteht ist auch ILS drin“.
Besetzung – Ausstattung - Sicherheit
Die Integrierte Leitstelle ist eine ortsfeste Einrichtung, in der die zur Bearbeitung und Aufgabenerledigung anstehenden verschiedenen Leitstellentätigkeiten mit einem hochqualifizierten - sehr gut ausgebildeten Personals und modernster Technik erbracht werden. In der ILS sind 7 Einsatzleitplätze und 6 Ausnahme-Abfrage-Plätze vorhanden die entsprechend des Einsatzaufkommens / Tageszeit in der Regel mit max. bis zu 5 Disponenten besetzt sind, insgesamt gibt es 28 Planstellen. Um heutige, insbesondere aber auch zukünftige Aufgaben optimal und mit der geforderten Qualität erfüllen zu können, müssen Abläufe und Prozesse der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) effizient organisiert werden. Seit Juni 2009 ist die ILS Rosenheim die erste ILS in Bayern in der das IT-Sicherheitskonzept (IT-Grundschutz) umgesetzt ist. Dieses Konzept wurde mit dem Testat Stufe A geprüft und bestätigt, bis Mitte 2013 wird die Stufe B und die Zertifizierung nach ISO 27001 erfolgen.
Auszug aus den grundsätzlichen Aufgaben der Integrierten Leitstelle
- Entgegennahme von Notrufen, Notfallmeldungen, sonstigen Hilfeersuchen und Informationen für Feuerwehr und Rettungsdienst
- Alarmierung der erforderlichen Einsatzkräfte und –mittel
- Begleitung aller Einsätze und Unterstützung der Einsatzleitung
- Meldekopf der Kreisverwaltungsbehörde als Sicherheitsbehörde
- Führen eines Krankenbettennachweises (Aufnahmekapazitäten der Kliniken)
- Führen einer Übersicht über Giftnotrufe, Blutspendezentralen, Druckkammern und vergleichbaren zentralen Einrichtungen wie Traumazentren, Verbrennungszentren usw.
Ein richtungsweisender Schritt ist die Zusammenführung von Leitstellen der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes in eine Integrierte Leitstelle. Dadurch erfolgt die Annahme des Notrufes 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst sowie die Alarmierung der Einsatzkräfte und –mittel aus einer Hand.
Einzugsgebiet und Verantwortungsbereich
Die Integrierte Leitstelle Rosenheim ist die Einsatzzentrale der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr in den Landkreisen Rosenheim und Miesbach und in der Stadt Rosenheim. Sie koordiniert und lenkt die Einsätze der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes, des Rettungsdienstes (mobiler Landrettungsdienst, Notarztdienst, Luftrettungsdienst und First Responder / Helfer vor Ort, Bergwacht, Wasserwacht, Schnelleinsatzgruppen), des Technischen Hilfswerkes und den weiteren Einsatzdiensten der Hilfsorganisationen. Das Einzugsgebiet hat die Größe von 2336 qkm und ist fast so groß wie das Saarland, mit ca. 410.000 Einwohnern gehört es in Bayern in die Gruppe der mittleren Leitstellenbereiche. Als Besonderheiten im Leitstellenbereich sind die Bundesautobahnen A8 und A93, die Bundesstraßen B15 und B307, die Skigebiete Kampenwand, Sudelfeld, Wendelstein, Rotwand und Spitzingsee, die großen Seen Chiemsee, Tegernsee, Spitzingsee und Schliersee sowie der Inn und die Mangfall zu nennen. Ein besonderes Augenmerk muss auf die Landesgrenze zu Österreich gelegt werden um hier die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und auszubauen.
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Landkreis Miesbach Link zum
Landkreis Rosenheim
Zukunft
Wir werden in der Zukunft bemüht sein auf dieser Internetseite für den Hilfesuchenden und die Durchführenden der Einsatzdienste aktuelle Informationen, Verfahrensanweisungen, benötigte Formulare und weitere nützliche Darstellungen für den Umgang mit der Integrierten Leitstelle darzustellen und zu hinterlegen. Dies wird in der nächsten Phase die Darstellung zum Umgang mit der Notrufnummer 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst und der aktuellen Rufnummer 19222 für den Krankentransport sein.
Kommunikation mit dem Bereich ILS-Verwaltung
Telefon: 08031/90090-8120
Telefax: 08031/365289-8120
Email: ils-verwaltung (at) rosenheim.de
Sollte Ihr Interesse für die Integrierte Leitstelle Rosenheim geweckt sein oder Sie Fragen an uns haben, so stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.







