Wasserkraftnutzung in Rosenheim

Wasserkraftanlagen in Rosenheim
Wasserkraftanlagen in Rosenheim

1. E-Werk Oberwöhr

Eigentümer: Stadtwerke Rosenheim GmbH & Co. KG

Gewässer: Werkkanal der Mangfall (Mangfallkanal)

Baujahr: 1896

E-Werk Oberwöhr vom Oberwasser aus
vom Oberwasser (Mangfallkanal) aus
vom Unterwasser aus

2. Kunstmühle I

Eigentümer: Rappl Wasserkraft GmbH & Co. KG

Gewässer: Mühlbach

Baujahr: Turbine von 1937 (Kunstmühle wurde 1916 errichtet)

Wasserkraftanlage Kunstmühle I
das Gebäude links ist die 1916 erbaute Kunstmühle mit dem Cafe Dinzler

3. Kunstmühle II

Eigentümer: Rappl Wasserkraft GmbH & Co. KG

Gewässer: Werkkanal der Mangfall (Mangfallkanal)

Baujahr: 1927 (das Gebäude wurde 2008 renoviert)

Wasserkraftanlage Kunstmühle II vom Oberwasser und vom Unterwasser aus
vom Oberwasser (Wasserhof) aus
vom Unterwasser (Mühlbach und Mangfallkanal) aus

4. Kathrein (Obermühle)

Eigentümer: Prof. Dr. Dr. Anton Kathrein

Gewässer: Mühlbach

Baujahr: 2 Francisschachtturbinen von 1885, 1 Francisschachtturbine von 1999

5. Beilhack (ehem. Stumbeck)

Eigentümer: HTW Wiedenmann Anton

Gewässer: Hammerbach

Baujahr: 1913 (schon vor 1800 aber Nutzung)

Wasserkraftanlage Beilhack
im Hintergrund die alte Gießerei
vom Unterwasser aus vor dem Bau der Brücke

6. Oswaldmühle (Mittermühle)

Eigentümer: Volksbank Raiffeisenbank

Gewässer: Mühlbach

Baujahr: Francisschachtturbine von 1939 (Nutzung schon im 16. Jahrhundert)

derzeit nicht in Betrieb

ehemalige Wasserkraftanlage Oswaldmühle
die Anlagenteile sind neben dem Cafe Kaffeehaus
die Anlagenteile sind betriebsbereit

7. Burgermühle (Untermühle)

Eigentümer: Eigentümergemeinschaft. Die Burgermühle wurde von Otto Oswald errichtet.

Gewässer: Mühlbach

Baujahr: Jonvalturbine von 1889 (?), das Gebäude wurde 2009 renoviert

Wasserkraftanlage Burgermühle
Burgermühle mit angebautem kleinerem Anlagenhaus
das Kraftwerkhaus

8. Aisinger Mühle (nicht im Plan gekennzeichnet)

Eigentümer: Haimmerer

Gewässer: Kalten

Baujahr: Francisturbinen von 1900 und 1968

Aufgelassene Wasserkraftanlagen (nicht abschließend)

Das Wasser der aufgelassenen Anlagen wird in der Regel effektiver mit anderen, neueren Anlagen weiter genutzt.

Die Salinschneidsäge wurde in den 90er Jahren aufgelassen. Das Wasser steht nun anderen effektiveren Kraftwerken zur Verfügung. Die Salinschneidsäge steht heute unter Denkmalschutz und beherbergt das RoSana Haus. Es befindet sich oberhalb der Kunstmühle II am Mangfallkanal im Kunstmühlgelände.

Salinschneidsäge
Salinschneidsäge vom Kanal

Am Mühlbach zwischen Obermühle (Kathrein) und Oswaldmühle gab es früher noch verschiedene Wasserkraftanlagen, so z. B. die Bürstenfabrik M. Kögl, Messerschmied Kagerer.

Die Saline Rosenheim nutzte seit 1809/1810 bis zur Stillegung 1958 den Mühlbach für:

- den Pochwerkskanal, der am Mühlbach oberhalb des Kraftwerks Obermühle zur Saline abzweigte,

- für das Mahlwerk für Dungsalz und die Schlosserei

- ein Soledruckwerk (Solepumpe) bei der Mittermühle

Die Stadt Rosenheim hat das ehemalige Solepumpenhaus hergerichtet.

ehemaliges Solepumpenhaus
ehemaliges Solepumpenhaus

An der Stelle des heutigen Citydomes unmittelbar unterhalb der Wasserkraftanlage Beilhack befand sich die Wasserkraftanlage der Maschinenfabrik & Eisengießerei Georg Hauf.

 

Citydome südseitig
Citydome Südseite künftiges Parkhausgelände

Die Firma Beilhack hatte noch zwei weitere, heute aufgelassene Wasserkraftanlagen.

Eine Anlage wurde durch einen Seitenkanal des Hammerbachs, der etwa an der Stelle der heutigen Hammerbachbrücke in der Straße Am Hammer nach Süden abgezweigt wurde, gespeist und diente als Gebläse und Hammerrad am ehemaligen Haus Waffenschmiede. Die Überreste des Kanals wurden beim Abbruch des östlichen Gebäudes des Gewerbehofs Beilhack freigelegt.

alter Kanal im Beilhackgelände
alter Kanal der Firma Beilhack bzw. ehemals Stumbeck

An der Stelle der heutigen Wasserkraftanlage Beilhack nur rechts im Hammerbach befand sich eine weitere Wasserkraftanlage. An dieser Stelle ist heute der Hammerbach überdeckelt. Er soll aber wieder geöffnet werden.

überdeckter Hammerbach beim Kraftwerk Beilhack
die Fläche überdeckt den Hammerbach - früher weitere Wasserkraftanlage

An der Stelle der östlichen Brücke zum Gartencenter Rosenheim befand sich bis 1945 die Wasserkraftanlage der J. A. Huber'schen Sailerwarenfabrik. Wichtige Teile der Anlage wurden in einem für Rosenheim verheerenden Luftangriff von den Amerikanischen Luftstreitkräften am 19. April 1945 zerstört. Die Anlage wurde in den 60er Jahren vollständig demontiert und wich dieser Brücke.

In der Färberstraße 39 und 41 befand sich die Wasserkraftanlage der Gerberei Josef Stechl, Leder- und Häutebehandlung (Häuser unmittelbar vor der Brücke zum Gelände Mühlbachbogen), früher Lohstampf Lederer Dettendorfer. Ebenso gab es weitere Nutzungen am Ledererbach durch den Lederer Alois Geist und Lohstampf Lederer Ferdinand Forstner.

An der Stelle der Mühlbachmündung war eine Wasserkraftanlage. Es gab bereits Überlegungen an dieser Stelle erneut eine Anlage zu errichten, weil hier das Gefälle verhältnismäßig groß ist. Diese Stelle ist im Rahmen der Landesgartenschau Rosenheim 2010 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden und dient der Erholung.

Mühlbachmündung in den Hammerbach
Mühlbachmündung in den Hammerbach

An der Kalten gab es die Plackermühle, die Hainzenmühle und die Kaltenmühle (das denkmalgeschützte Gebäude steht noch heute in der Nähe der Panoramakreuzung Richtung Stephanskirchen).

Kontakt

Umweltamt - Wasser- und Bodenschutzrecht

Königstr. 15 - Zi. 209
83022 Rosenheim

Telefon: 08031/365-1868
Fax: 08031/365-2015
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