Umwelttipp: Wie gieße ich richtig?

Rosenheim. Während die meisten Menschen die momentanen hohen Temperaturen genießen, tut sich die Natur mit der derzeitigen Trockenheit schwer. Das Blumenbeet, die Büsche und Sträucher und die Bäume brauchen Wasser. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt zum Gießen? Fakt ist, dass es mehr Schaden als Nutzen bringt die Pflanzen mittags zu gießen, wenn die Sonne am intensivsten herunterbrennt. Wenn kaltes Wasser auf die aufgeheizten Blätter trifft, kommt es zu einem Temperaturschock und die Pflanze nimmt Schaden. Außerdem verdunstet das Wasser in der Mittagshitze, bevor es die Wurzeln im Boden erreichen kann.

Ideal ist es den Garten zur Abendzeit zu wässern. Dabei ist das gründliche Gießen direkt im Wurzelbereich der Pflanzen sinnvoller als großflächiges Beregnen. Da der Boden das Wasser nicht sofort aufnehmen kann, sollte man sich beim Gießen Zeit lassen: Wässern, eine halbe Stunde Pause, dann noch einmal drüber gießen. Wer die Möglichkeit hat, sollte Regenwasser auffangen und damit gießen.

Dieses Wasser gibt es nicht nur kostenlos, sondern es ist auch besser temperiert als Leitungs- oder Brunnenwasser.

Auch Bäume brauchen Wasser; besonders zur Zeit der Blüte und während des Heranreifens der Früchte. Da Obstgehölz recht flache Wurzeln hat, sollten diese Bäume nicht am Stamm, sondern im Randbereich der Krone gegossen werden, denn dort können die Wurzeln das Wasser am besten aufnehmen.

Übrigens: Ein gemulchtes Beet verhindert nicht nur wirksam das Wachstum von unerwünschten Konkurrenzpflanzen, sondern hemmt auch die Verdunstung von Wasser aus dem Boden. Weitere Infos zum Thema „Gießen“ gibt es beim Umwelt- und Grünflächenamt unter der Telefonnummer 365-1692.