Name und Staatsangehörigkeit

  • Jeder sorgeberechtigte Elternteil hat das Recht - aber auch die Pflicht, seinem Kind einen Namen zu erteilen. Dieser besteht nach deutschem Namensrecht aus Vor- und Familiennamen.

  • Als Vornamen sollen nur solche gewählt werden, die ihrem Wesen nach Vornamen sind und das Geschlecht des Kindes eindeutig erkennen lassen. Vornamen, welche gleichzeitig männlich und weiblich sind, sollen nur in Verbindung mit einem weiteren, das Geschlecht eindeutig bestimmenden Vornamen gewählt werden. Werden zwei Vornamen mit einem Bindestrich verbunden, gelten sie als ein Name.
    Eine Änderung des/der Vornamen/s oder die Entfernung eines gesetzten Bindestrichs ist nach der Beurkundung der Geburt grds. nicht mehr möglich.

    • Ein Kind verheirateter Eltern erhält den Ehenamen der Eltern als Geburtsnamen.
    • Führen die Eltern keinen Ehenamen - steht ihnen jedoch die elterliche Sorge gemeinsam zu, so bestimmen sie gemeinsam innerhalb eines Monats nach der Geburt, ob ihr Kind den Familiennamen der Mutter oder des Vaters erhalten soll (Namensbestimmung). Die getroffene Entscheidung ist für alle weiteren gemeinsamen Kinder bindend. Wird die gemeinsame Sorge der Eltern erst nach der Beurkundung der Geburt begründet, kann der Name des Kindes innerhalb von drei Monaten neu bestimmt werden (Ausschlussfrist).
    • Ist die Mutter allein sorgeberechtigt, erhält das Kind grds. den Familiennamen der Mutter. Mit Zustimmung des Vaters kann die Mutter dem Kind jedoch auch den Familiennamen des Vaters erteilen (Namenserteilung). Die Namenserteilung ist gebührenpflichtig.
  • Ein in der Bundesrepublik Deutschland geborenes Kind ausländischer Eltern erwirbt neben einer eventuellen ausländischen Staatsangehörigkeit auch die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn mindestens ein Elternteil

    • seit acht Jahren ununterbrochen seinen gewöhnlichen Aufenthalt rechtmäßig in Deutschland hat
    • ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder als Staatsangehöriger der Schweiz oder dessen Familienangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis auf Grund des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit (BGBl. 2001 II S. 810) besitzt.

    Den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit trägt das Standesamt in das Geburtenregister ein.