20 6. Energiekompass und Klimawandelanpassungskonzept 6.1 Maßnahmen der Stadtwerke Rosenheim Das Ziel der Rosenheimer Stadtwerke (SWRO) ist ein wirtschaftlich sinnvoller und effektiver Klimaschutz. Für eine hohe Eigenständigkeit bei der Energieerzeugung und eine bis 2035 CO2-neutrale Versorgung der Stadt mit Strom und Fernwärme investieren die SWRO kontinuierlich in effiziente und nachhaltige Technologien. Das vor über einem Jahrzehnt erstmals aufgelegte, 2020 fortgeschriebene und 2023 weiterentwickelte Energiekonzept für Rosenheim ist für die SWRO unter Berücksichtigung umweltschonender Technik und aktuell geltender Vorschriften Richtschnur auf dem Weg zur Dekarbonisierung. Die SWRO setzen bei der Verwirklichung dieses Konzepts auf wirtschaftlich vernünftige Lösungen. Dazu investieren sie in: Kraft-Wärme-Kopplung Holzvergasung Wärmenetze Wärmespeicher Wärmepumpen Abwassernutzung Biogas Handelssysteme 6.2 Städtische Maßnahmen Die klimatischen Veränderungen haben auch lokal große Auswirkungen. Die Stadt Rosenheim hat ein Klimawandelanpassungskonzept erstellt, um sich auf die Folgen des Klimawandes einstellen und Schutzmaßnahmen treffen zu können. Bei Erstellung des Konzepts wurden die lokalen Auswirkungen des Klimawandels ermittelt und konkrete Maßnahmen für Rosenheim entwickelt. Die Maßnahmen waren Ergebnis eines intensiven Beteiligungsprozesses der Bürgerschaft sowie der Fachbereiche und Behörden. Im Oktober 2023 wurde das Klimawandelanpassungskonzept vom Stadtrat einstimmig beschlossen. Die Stadt wird sich zunächst auf die stark versiegelte und somit durch Hitze belastete Innenstadt fokussieren. Zur Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität soll mehr Grün geschaffen werden, das sowohl durch Verschattung als auch durch Verdunstung für Abkühlung sorgt. Die Straßenzüge Reifenstuel-, Salin-, Reichenbach- und Hofmannstraße konnten bereits begrünt werden. Angestrebt werden weitere Begrünungen von Straßen- und Platzflächen sowie Dach- und Fassadenbegrünungen. Als Grundlage wird ein Begrünungskonzept für die Innenstadt erstellt. Aktuell wird die Fassade der Stadtbibliothek begrünt, um die Hitzeentwicklung am Salzstadel abzumildern. Im Salingarten soll eine Sprühnebelanlage als Kühlelement installiert werden. Bei den künftigen Begrünungsmaßnahmen in der Innenstadt soll das Schwammstadtprinzip umgesetzt werden. Es ist ein wichtiges Instrument, um die Stadt vor Starkregen, Hochwasser und Trockenheit zu schützen. Das in Baumgruben mit Rigolen rückgehaltene Oberflächenwasser stellt eine Entlastung des Kanalnetzes bei Starkregenereignissen dar und dient der Bewässerung der Bäume in Hitzeperioden. Bei der Gebietsentwicklung des Bahngeländes Süd ist das Schwammstadtprinzip eine Planungsvorgabe. Der gesamte öffentliche Raum wird als sog. „grün-blauer“ Stadtboden mit Retentionsräumen und intensiver Begrünung geplant. Begleitend zu allen Maßnahmen wird Informationsmaterial für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Dadurch soll für das Thema sensibilisiert, über Risiken und Möglichkeiten, sich zu schützen aufgeklärt und Informationen zu den durchgeführten Maßnahmen gegeben werden. Energiekompass und Klimawandelanpassungskonzept Informieren Sie sich gerne hier:
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