Stadt Rosenheim trauert um Zeitzeugen Karel Hobo
Die Stadt Rosenheim trauert um Karel Hobo, der am 09. April 2026 im Alter von 97 Jahren in Neuseeland verstorben ist. Karel Hobo war Opfer der NS-Verfolgung in Rosenheim, ein Gedenkzeichen am Bahnhof erinnert an sein Schicksal.
„Mit Karel Hobo verlieren wir einen wichtigen Zeitzeugen, der uns eindrucksvoll vor Augen geführt hat, wohin Ausgrenzung und Unmenschlichkeit führen können.“ würdigt Oberbürgermeister Andreas März den Verstorbenen.
Karel Hobo war während des Zweiten Weltkriegs aus den Niederlanden nach Rosenheim verschleppt und am Bahnhof als Zwangsarbeiter eingesetzt worden. Sein Tagebuch aus dieser Zeit ist ein außergewöhnlich wertvolles historisches Dokument. Es wird heute im Stadtarchiv Rosenheim aufbewahrt und ermöglicht einen eindrucksvollen, persönlichen Zugang zur Rosenheimer Geschichte während der NS-Zeit. So enthält das Tagebuch unter anderem einzigartige Schilderungen der alliierten Luftangriffe auf Rosenheim in den letzten Kriegsmonaten.
Die Geschichte der NS-Verfolgung in Rosenheim sichtbar und präsent zu halten, bleibt eine dauerhafte Aufgabe der städtischen Erinnerungskultur.