Städtische Tiefbauprojekte

Die Karte des SWRO zeigt die hier beschriebenen aktiven Baustellen der Stadt Rosenheim.

  • Mit dem Ausbau der Mangfallstraße, von der Aisingerstraße im Süden bis zur Mangfallbrücke im Norden, wurde 2020 begonnen. Bei der Baumaßnahme handelt es sich um einen Vollausbau, der die Anpassung des Straßenoberbaus an die vorhandene Verkehrsbelastung nach aktuellen einschlägigen Richtlinien und
    Vorschriften beachtet. Zudem soll die Situation für den Fußgängerverkehr durch den lückenlosen Anbau eines Gehweges an den östlichen Fahrbahnrand sowie die Verbreiterung des vorhandenen westlichen Gehweges deutlich verbessert werden. Die Maßnahme gliedert sich in folgende drei Bauabschnitte:

    • BA 1 Süd: Aisingerstraße bis Arnulfstrase inkl. Neubau der Kaltenbrücke (2020 realisiert)
    • BA 2 Süd: Arnulfstraße bis Miesbacherstraße (Bau 2023)
    • BA3 Nord: Miesbacherstraße bis Mangfallbrücke (Bau 2021-Mitte 2022)

    Die Maßnahme wurde mit den Spartenträgern abgestimmt und die umfangreichen Spartenverlegungen werden als Gesamtmaßnahme mit den Straßenbauarbeiten ausgeführt.

     

  • Allgemein:
    Im Rahmen der Neustrukturierung des Bahngeländes Nord in Rosenheim ist die Neugestaltung des Südtiroler Platzes vorgesehen. Ziel der Neugestaltung ist die qualitativ hochwertige und barrierefreie Gestaltung der Frei- und Verkehrsanlagen des gesamten Bahnhofsvorbereiches, wobei jetzt der 2. und 3. Bauabschnitt des Südtiroler Platzes realisiert werden sollen.

    Im Vorfeld zu dieser Baumaßnahme wurde bereits ein erster Bauabschnitt ("Neubau ROB und 1.BA Südtiroler Platz") unmittelbar angrenzend verwirklicht. Das neuerrichtete und in Betrieb befindliche Fahrradparkhaus, welches Teil des gestalterischen Gesamtkonzeptes ist, befindet sich im östlichen Bereich des
    Südtiroler Platzes bzw. der Parkierungsanlage Ost. Das Baufeld für die Neugestaltungsmaßnahme erstreckt sich von der nördlich angrenzenden Luitpoldstraße bis zum südlich gelegenen Bahnhof. Dabei bilden das Bahnhof Empfangsgebäude und das BASA Gebäude die Baufeldgrenze. In Ost-
    West-Richtung wird das Baufeld durch den östlich gelegenen Mühlbach und die westlichen Verkehrsanlagen des ROB und 1. BA Südtiroler Platz (Parkierungsanlage West) sowie das ehemalige Oberbahnamt Gebäude begrenzt.

    Der Neu- bzw. Umbaubereich des Südtiroler Platzes (BA 2 und 3) soll in 2 maßgeblichen Bauphasen realisiert werden:

    • 2.BA - Südtiroler Platz, ca. 6.300 m2
    • 3.BA - Parkierungsanlage Ost, ca. 1.700 m2

    Durchführung der Baumaßnahme, zeitlicher Ablauf:
    Bereits gegen Ende November 2020 wurde mit den erforderlichen Tiefbauarbeitenbegonnen.
    Zunächst wurde die östliche Platzseite (3. BA – Parkierungsanlage Ost) umgestaltet. Die Arbeiten umfassen den Bereich vom Mühlbach bis ca. Mitte des Bahnhofgebäudes und schließen Umbauarbeiten an der östlichen Seite der Treppen- und Rampenanlage des Bahnhofgebäudes mit ein.

    Aktuell wird die direkt angrenzende westliche Platzseite (2. BA – Südtiroler Platz) bis zu den bereits neugestalteten Flächen des Regionalen Omnibus Bahnhofs umgestaltet. Im Zuge dieses Bauabschnittes wird der Eingangsbereich zum Bahnhof (Treppen- und Rampenanlage) mit umgestaltet werden. Die Bauzeit für beide Bauabschnitte beläuft sich auf insgesamt circa zwei Jahre.

    Die Verkehrsbeziehungen sollen während der Arbeiten weitestgehend aufrecht erhalten bleiben. Im Zuge des Baufortschrittes wird es immer wieder zu Anpassungen der Verkehrsführung kommen. Das Projekt wird im Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Stadtumbau“ durch die Bundesrepublik Deutschland und durch den Freistaat Bayern gefördert.

  • Die aktuelle Maßnahme im Teilabschnitt der Hubertusstraße zwischen dem Knotenpunkt Brückenberg Nord und dem Knotenpunkt Wittelsbacher- / Pichlmayerstraße ist Teil einer Gesamtplanung, die den Ausbau der Münchener Straße mit Radfahrstreifen, Grünstreifen und Gehwegen zwischen Hubertusstraße und Luitpoldstraße mit einschließt. 
    Der Ausbau der Münchener Straße selbst wurde lagemäßig von der Luitpoldstraße bis zum Anschluss an den Brückenberg Nord bereits baulich umgesetzt. Die aktuelle Maßnahme wurde 2021 im zeitlichen Zusammenhang mit der Sanierung des Brückenbauwerks Brückenberg begonnen.

    Der Ausbau erfolgt auf Grund der beengten Verhältnisse in Teilbereichen bestandsorientiert. Als Regelquerschnitt für die Münchener Straße wurde eine Fahrbahnbreite von 9,50m (2 x 3,25 m Fahrspur, 1 x 3,00 m Abbiegespur bzw. Mittelinsel) grundsätzlich festgelegt. Der Querschnitt wird durch beidseitige Radfahrstreifen mit einer Breite von je 1,85 m ergänzt. Auf der Südseite beinhaltet die Planung zudem noch die Anlage eines Grünstreifens für Baumpflanzung mit einer Breite von 2,00 m im Anschluss an die Fahrbahn, gefolgt von einem 2,50 m breiten Gehweg. In der Hubertusstraße werden ebenfalls Fahrspurbreiten von 3,00 m (Richtungsfahrbahnen und Abbiegespuren) und ein Radfahrstreifen mit einer Breite von 1.85 m vorgesehen.

    Die Maßnahme wurde mit den Spartenträgern abgestimmt. Neben der Neuverlegung der Schmutzwasserkanalisation durch die Stadtentwässerung Rosenheim planen die Stadtwerke Rosenheim die Verlegung bzw. Erneuerung von Fernwärme-, Wasser- und Stromversorgung. Die umfangreichen Spartenverlegungen werden als Gesamtmaßnahme mit den Straßenbauarbeiten ausgeführt werden.

    Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs im Baustellenbereich während der Bauzeit wurden umfangreiche Verkehrsphasenpläne erstellt, die mit der Sanierungsmaßnahme des Brückenbauwerks abgestimmt sind. Während der Bauabwicklung wird der Verkehr mittels an die jeweiligen Bauphasen angepassten provisorischen Lichtsignalanlagen an den Knotenpunkten geführt und gesteuert.

  • Im Zuge der Generalinstandsetzung werden alle schadhaften Teile erneuert, bzw. saniert.

    Dazu gehören:

    • Ertüchtigung der schadhaften Auflagerbankentwässerungen, Einbau einer Berme zu Inspektionszwecken vor dem Widerlager
    • Abbruch und Neubau der hinteren Widerlagerkammerwände zur Zugänglichkeit der Überbauenden
    • Erneuerung von Kappen, Geländer und Berührschutz
    • Sanierung aller Endverankerungen der Längs- und Querspannglieder, Aus-
    • und Neubau des Fahrbahnbelages mit Einbau einer Bauwerksabdichtung auf dem Überbau
    • Aus- und Neubau der beiden Übergangskonstruktionen
    • Sanierung der schadhaften, chloridbelasteten Überbauendträger und Überbauunterseiten
    • Verpressen von Rissen am Überbau und Widerlager
    • Einbau eines Monitorings an markanten Rissen zur künftigen Überwachung

    Die Baumaßnahme auf der Oberseite der Brücke wird in zwei Bauphasen abgewickelt. Zunächst erfolgt die Sanierung der östlichen Überbauhälfte, im Anschluss die westliche Überbauhälfte unter halbseitiger Sperrung des Überbaus. Durch Verlegung des Verkehrs steht je Fahrtrichtung eine Fahrspur während der
    gesamten Bauzeit zur Verfügung. Der Fuß- und Radweg bleibt auf einer Seite in beiden Richtungen erhalten. An den Ampeln Hubertusstraße und Enzensberger Straße wird auf die jeweils zu benützende Seite umgeleitet.

    Die Defizite hinsichtlich Verkehrssicherheit bei den Geländern, dem Berührschutz sowie dem Fahrbahnbelag waren so groß, dass eine Sanierung kurzfristig erfolgen musste.

    Die Sanierung bedarf zum Ein-/Ausbau von Gerüsten und Arbeiten an dem südlichen Widerlager einer Vielzahl von kurzen nächtlichen Sperrpausen des Bahnbetriebes mit Abschaltung von Oberleitungen. Diese wurden seitens der Bahn mittlerweile alle zugewiesen. Aus bahnbetrieblichen Gründen konnten diese über den Hauptgleisen letztlich erst ab August 2022 ermöglicht werden. Die Sanierung wird deshalb erst Ende Oktober 2022 und mit dem Ausbau der Traggerüste im Dezember 2022 final abgeschlossen.

     

  • Allgemeine Beschreibung der Maßnahme
    Die Mangfallkanalbrücke stellt die einzige Engstelle im ansonsten 4-spurigen Verlauf der Äußeren Münchener Straße vom Brückenberg bis zum Kreisel in der Schwaig dar.

    Die Ergebnisse der Vorplanung wurden mit einem Projektbeschluss am 22.07.2015 genehmigt. Die Variante 1a – Einfeldträger gelenkig gelagert mit Spannbetonfertigteilen und Ortbetonplatte auf Stahlbetonwiderlagern mit Bohrpfahlgründung - wurde in der weiteren Entwurfsplanung fortgeführt und 2016 durch das beauftragte Planungsbüro der Verwaltung vorgelegt.
    Im weiteren Verlauf wurden 2016 die Ergebnisse der Pfahlprobebelastungen an der Georg-Aicher-Park-Brücke abgewartet um die auch bei der Mangfallkanalbrücke vorgegebene Pfahlgründung zu verifizieren. Das Projekt wurde daraufhin zunächst gestoppt.

    Mit Beschluss zum Radentscheid vom 29.10.2020 im Ausschuss für Verkehrsfragen und ÖPNV wurde eine getrennte Geh- und Radwegführung auf der Brücke, sowie die Verbreiterung der nördl. Unterführung für einen optionalen Radschnellweg festgelegt. Dies ist bei der weiteren Planung zu berücksichtigen. Derzeit laufen die Umplanungen auf die neuen Radbedingungen aus den Ergebnissen der Pfahlbelastungen, sowie des Radentscheids.

    Geh- und Radwegrampen
    Derzeit gibt es keine Möglichkeit für Fußgänger und Radfahrer, die Äußere Münchener Straße höhenfrei zu queren. Auf der Nordseite besteht eine Querungsmöglichkeit mit einer Druckknopfampel. Bei Betätigung wird der Kfz- Verkehr auf der Äußeren Münchener Straße unterbrochen. Um in Zukunft eine höhenfreie Querung zu ermöglichen wird am nördlichen Widerlager eine Unterführung mit einer lichten Weite von 6,00 m und einer Lichten Höhe von 2,50 m ausgebildet. In Verbindung mit beidseits anschließenden Rampen mit Höchstlängsneigungen von 6%, Gefällestrecken von unter 6,00 m Länge und Zwischenpodesten von 1,50 m Länge ist die barrierefreie Querung der Äußeren Münchener Straße im Zuge des nördlich am Kanal verlaufenden Geh- und Radweges möglich. Die Rampen sind als Ortbeton-Trogbauwerke geplant. Zur Herstellung der Widerlager und der Rampen ist die Sicherung der Baugruben mit Spundwandkästen erforderlich. Der Mangfalltalradweg verläuft auf dem nördlichen Deich des Mangfallkanals.

    Behelfsbrücken und Behelfsumfahrung
    Um den Verkehr während der Bauzeit aufrechterhalten zu können, muss eine Behelfsumfahrung gebaut werden. Diese kann nur westlich der Brücke angeordnet werden, weil östlich der erforderliche Grund nicht zur Verfügung steht. Es ist die Errichtung von 2 Behelfsbrücken für den motorisierten Verkehr und für den
    Geh- und Radverkehr vorgesehen. Die Überbauten sind als Systembrücken geplant. Die Widerlager sollen mit Spundwänden als Gründungselemente ausgeführt werden. Da insbesondere im Bereich der Autowaschanlage auf dem Kaufland-Gelände die erforderlichen Rampen nicht frei geböscht werden können, ist in diesem Bereich eine rückverankerte Spundwand erforderlich.

    Rodungen und Ausgleichsmaßnahmen
    Die Böschungen westlich der Straße und südöstlich der Brücke sind mit Bäumen und Buschwerk bestanden. Ca. 50 Bäume müssen im Zuge der Baumaßnahme gefällt werden. Im Zuge der weiteren Planung wird eine Landschaftspflegerische Begleitplanung erstellt. Daraus werden sich Ausgleichsmaßnahmen ergeben, die umzusetzen sind.

    Spartenumlegungen
    In der vorhandenen Brücke sind Sparten der Stadtwerke sowie Telekommunikationsleitungen der Telekom und Kabel Deutschland vorhanden. Diese müssen aus dem Brückenbereich herausgelegt werden, weil Leitungen, die an den Überbau angehängt würden, das Lichtraumprofil des parallel zum Kanal
    verlaufenden Geh- und Radweges einschränken würden und damit eine Tieferlegung dieser Geh- und Radwege und eine erhebliche Verlängerung der Rampen zur Folge hätten. Seitens der Stadtwerke ist der Bau eines Dükers mittels einer Spülbohrung vorgesehen.

     

  • Allgemeine Beschreibung der Maßnahme
    Bei dem bestehenden Bauwerk handelt es sich um eine schiefwinklige Einfeld- Plattenbrücke, die 1979 in Stahlbetonbauweise entsprechend dem damaligen Stand der Technik errichtet wurde. Das Brückenbauwerk weist eine Spannweite von ca. 7,45 m und eine Breite zwischen den beidseitigen Brüstungsmauern von ca. 14,90 m auf. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt ca. 9,0 m. Die bestehende Brücke stellt konstruktiv einen Sonderfall dar. Der Brückenüberbau wurde konstruktiv in drei Plattenstreifen unterteilt (Fahrbahnplatte, Gehweg links, Gehweg rechts). Die beiden Gehwegplatten wurden starr auf Mauern der Uferwand des Mühlbachs aufgelagert während die eigentliche Fahrbahnplatte auf beidseitigen Kopfbalken liegt, die die Bauwerkslasten über Stahlbeton-Bohrpfähle in den Baugrund einleiten. Die Absturzsicherung besteht aus gemauerten Naturstein-Brüstungsmauern. Die Brücke überführt die Bismarckstraße kurz vor der Einmündung in die Königstraße über den Mühlbach. Beidseits des Fahrbahnbereichs schließen sich jeweils ca. 3,20 m breite Gehwegstreifen an. Das Brückenbauwerk wurde regelmäßig einer Bauwerksprüfung gemäß DIN 1076 unterzogen. Bei der letzten Hauptprüfung im Herbst 2018 wurden Schäden aufgrund massiver Bewehrungskorrosion mit Querschnittsverlust festgestellt. Eine Schadensausbreitung und Folgeschädigung anderer Bauteile ist zu erwarten. Die Entwurfsplanung wurde nach Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses vom 12.06.2018 beauftragt und im Rahmen der Projektgenehmigung eine Erneuerung des Überbaus am 24.07.2019 beschlossen.

    Da das bestehende Brückenbauwerk keine klaren Hinweise auf statische Probleme bzw. Überlastung der Gründungsbauteile aufweist und zudem Gründungsbauteile in den meisten Fällen durch den umgebenden Boden vor erheblicher Chloridbelastung geschützt sind, wurde aus wirtschaftlichen Gründen versucht, die vorhandenen Gründungsbauteile (v.a. die Bohrpfähle) auch im Fall eines Neubaus weiter zu nutzen. Neubau des Überbaus (unter weitgehender Nutzung der vorhandenen Gründungsbauteile).

    Die bestehenden Pfähle aus dem Bestand werden wiederverwendet. Zusätzlich werden zum Lastabtrag in den Gehwegbereichen insgesamt vier weitere Pfähle neu hergestellt. Gemäß dem Baugrundgutachten werden Pfähle mit gleichem Durchmesser wie jener der bestehenden Pfähle empfohlen. Bei dieser Variante wird der bestehende Überbau inklusive Kopfbalken abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Der Überbau der neuen Brücke wird als monolithische Platte geplant um Fugen und somit mögliche Schäden durch Undichtigkeiten zu vermeiden.

    Spartenumlegungen
    Im Bauwerksbereich befinden sich Leitungen der Stadtwerke Rosenheim und der Telekom.Unterhalb der Gerinnesohle befindet sich ein Schmutzwasserdüker. Die Sparten unterhalb des Überbaus sind im Vorfeld der Baumaßnahme provisorisch um zu verlegen. Die Sparten können wieder in das Bauwerk rückverlegt werden.

    Vergabeverfahren
    Das Bauvorhaben soll gem. VOB/A öffentlich, national ausgeschrieben werden. Die Bauumsetzung ist für 2023 geplant.

  • Zur Verbesserung des allgemeinen Fahrbahnzustandes soll in der Schlösslstraße noch in diesem Jahr ein Asphaltdeckenbau erfolgen.