7 ostoberbayern (44,7 Jahre) oder den Verdichtungsräumen Bayerns (43,1 Jahre, beide am 31.12.2022 lt. BayLafStat 2024) relativ jung. Nach wie vor weist der Stadtteil Fürstätt mit 44,5 Jahren den höchsten Altersdurchschnitt im Stadtgebiet auf. Das niedrigste Durchschnittsalter ist mit 40,4 Jahren im Stadtteil Rosenheim Süd zu finden. Von den 33.403 Haushalten, die es zum 01.01.2024 in Rosenheim gab, sind gut 47 % Einpersonenhaushalte. Etwa jeder zehnte Alleinstehende ist dabei 80 Jahre alt oder älter, Tendenz steigend. In jedem fünften Haushalt leben Kinder unter 18 Jahren. Der Ausländeranteil zum Jahresbeginn 2024 beträgt 25,7 %, der Anteil der Bevölkerung mit erkennbarem Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung liegt derzeit bei 42,6 %. Für die Erfüllung der vielfältigen kommunalen Planungsaufgaben, wie z. B. der Kindertagesbetreuung, der Versorgung mit Schulplätzen, der Schaffung von ausreichend Wohnraumangeboten, der Mobilitätsplanung, der Bereitstellung von zielgerichteten Angeboten zur Freizeitgestaltung und nicht zuletzt auch der Versorgung der älteren Bevölkerung hinsichtlich des Pflegebedarfs, ist es wichtig, auch Aussagen über die künftige Entwicklung der entsprechenden Altersgruppen und ihrer Verteilung über das Stadtgebiet treffen zu können. Zu diesem Zweck rechnet die Stadt Rosenheim in Zusammenarbeit mit einem externen Büro eine Bevölkerungsprognose, die – im Gegensatz zu der amtlichen Einwohnerprognose des Bayerischen Landesamtes für Statistik – auch das künftige Baugeschehen vor Ort mitberücksichtigt. Spricht die aktuelle Prognose des Landesamtes für den Zeitraum 31.12.2023 bis 31.12.2042 nur von einem Wachstum von 4,2 % auf rund 67.300 Einwohner, sagt die städtische Prognose unter Bezugnahme auf die bereits jetzt genehmigte Wohnbautätigkeit ein Wachstum von 15,2 % auf rund 75.700 Einwohner im Jahr 2042 voraus – das Eintreffen der Basisannahme einer relativ konstanten Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt vorausgesetzt. Der sog. Abhängigkeitsquotient beschreibt das Verhältnis von der Bevölkerung im noch nicht sowie nicht mehr erwerbsfähigen Alter zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Dieser Quotient wird der Vorausberechnung nach im nächsten Jahrzehnt deutlich von rund 62 % auf fast 68 % ansteigen. Eine Entwicklung, die speziell auf einer starken Zunahme der älteren Wohnbevökerung beruht und die natürlich auch das Mitwachsen der städtischen Infrastrukturen und die Anpassung an sich verändernde Anforderungen verlangt. Einwohnerentwicklung und -prognose für die Stadt Rosenheim Foto: mhphotography
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