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Grundschulverbünde sollen steigenden Schülerzahlen entgegenwirken

Die Stadt Rosenheim bereitet sich auf einen Anstieg der Grundschülerzahlen in den kommenden 15 Jahren vor. Als eine erste Maßnahme sollen ab dem Schuljahr 2026/2027 Grundschulverbünde mit gemeinsamen Sprengelgebieten gebildet werden, wie jetzt (02.07.2025) im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport beschlossen wurde.

Nach den derzeitigen Planungen von Stadtverwaltung und Staatlichem Schulamt teilen sich die Verbünde in drei Bereiche auf. Der Bereich Nord umfasst die Grundschulen Westerndorf St. Peter, Erlenau und die Prinzregentenschule, der Bereich Ost die Astrid-Lindgren-Grundschule und Happing und der Bereich West die Grundschulen Aising, Pang und Fürstätt. Weil sich die gemeinsamen Sprengelgebiete an den Sozialräumen orientieren, ergeben sich zusätzlich Synergien für die Jugendsozialarbeit in den Schulen und in den Stadtvierteln.

„Durch die Bildung von Verbünden stellen wir die Qualität der Grundschulversorgung sicher, wenn perspektivisch die Schülerzahlen steigen. Für die meisten Kinder und Eltern wird sich nicht viel ändern, sie werden weiterhin an ihrer Sprengelschule eingeschult. Sollte es aufgrund der Schülerzahlen erforderlich werden, dass Kinder in einer der Verbundschulen unterkommen, dann wird das den Eltern so frühzeitig wie möglich mitgeteilt werden“, so Oberbürgermeister Andreas März. 

Zusätzlich zu den Schulverbünden sollen die Grundschulstandorte dort ausgebaut werden, wo es möglich ist. Nach einem Grundsatzbeschluss im Juni 2023 laufen die Planungen zur Erweiterung der Grundschule Pang. Der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport beschloss am 2. Juli darüber hinaus die im „Bauprogramm Rosenheimer Grundschulen“ formulierten Baubedarfe: Neubau eines Ganztagsgebäudes an der Grundschule Happing mit Unterbringung eines Kinderhorts, Neubau eines Schul- und Ganztagsgebäudes an der Grundschule Erlenau, Neubau eines Ganztagsgebäudes an der Grundschule Westerndorf St. Peter mit Unterbringung eines Kinderhorts sowie Erweiterung des Sonderpädagogischen Förderzentrums und Umbau und Anmietung von Räumen im kbo-Gebäude für die Mittagesbetreuung an der Grundschule Erlenau. Einige Schulen können aus Platzgründen nicht erweitert werden, sodass bei zu hohen Schülerzahlen das gemeinsame Sprengelgebiet greift.

„Wir müssen mit Blick auf die Schülerzahlprognose und den kommenden Rechtsanspruch auf Ganztag ab dem Schuljahr 2026/27 handeln und alles so vorbereiten, dass der Stadtrat diese wegweisenden Schritte für unsere Grundschulen mittragen kann. Wir arbeiten mit Nachdruck daran, die Rahmenbedingungen für unsere Grundschulen ganzheitlich zu verbessern, um den Schulstandort Rosenheim nicht nur zu sichern, sondern nachhaltig zu entwickeln“, so März.